Hypokaustenkamin

Eine Hypokauste ist eine spezielle Form der Heißluftheizung, die ihren Ursprung bereits in der römischen Antike hat. Es handelt sich hierbei um eine Warmluftheizung, bei der ein massiver Körper mit warmer Luft durchströmt wird, der aber im Vergleich zu einem Heizkörper eine niedrigere Oberflächentemperatur hat. Erzeugte Warmluft oder Strahlungswärme innerhalb einer „Kaminhülle“ wird nicht als warme Luft offen in den Raum „geblasen“, sondern zirkuliert durch eine ausgeklügelte, natürliche Thermik innerhalb der geschlossenen Kaminkonstruktion. Die warme Luft im Kanal kühlt langsam wieder ab und sinkt herunter. Sie gelangt so durch das Kanalsystem wieder zum Heizeinsatz, wird dort wieder erwärmt, steigt wieder auf usw. Die im Inneren des Kamins zirkulierende, heiße Luft wird über die Kaminoberfläche als Strahlungswärme abgegeben. Dieses System eines geschlossenen Speicherkamins ohne Luftaustritte vermeidet zu starke Überhitzung des Raumes, vor allem bei modernen Niedrigenergiehäusern. Die Wärme wird ausschließlich über die Sichtscheibe sowie die Verkleidungsflächen abgegeben. Im Vergleich zum Heizkamin besteht weiterhin der Vorteil, dass aufgrund des geschlossenen Systems keine Luftverwirbelung im Raum stattfindet – ideal für Stauballergiker.

Heizkamin

Ein Heizkamin ist eine meistens mit Keramikglas geschlossene Feuerstelle, welche ohne zusätzliche Züge direkt an den Schornstein angeschlossen wird. Die Heizwirkung kommt über die Strahlung der Scheibe und der Wärmeabgabe des Feuerraumes meist als Warmluft. Wer den optischen Reiz des Flammenspiels mit einem Höchstmaß an schneller Heizleistung verbinden will, für den ist der Warmluftkamin die perfekte Lösung. Moderne Heizkamine geben nicht nur ihre Strahlungswärme in den Raum ab. Sie können auch die erwärmte Luft in Nachbarräume ableiten und diese auf energiesparende Weise mit beheizen. Der normale Heizkamin führt seine Heizgase aus dem Feuerraum direkt in den Schornstein, hat also keine weitere Nachheizfläche.
Bei einem modernen Heizkamin wird größtmöglicher Wert auf das Feuer gelegt. Je größer die Scheibe, desto schöner das Flammenspiel. Der Kamin wird im Dauerbrand betrieben – so lange Holz im Einsatz brennt, gibt er die meiste Wärme über die Glasscheibe ab. Nach Erlöschen des Feuers kühlt er schnell ab, da nur wenig Speichermasse vorhanden ist und die Rauchgase nur wenig ausgenutzt werden. Durch Konvektion verteilt sich Luft im Raum. Kalte Luft strömt in, warme Luft aus dem Kamin. Es besteht demnach eine andauernde Luftzirkulation.